Ein Beitrag von Marlene Keller: Kündigung & erste Maßnahmen aus Sicht des Arbeitnehmers

Ein Beitrag von Marlene Keller: Kündigung & erste Maßnahmen aus Sicht des Arbeitnehmers

In den meisten Fällen ist die Kündigung für einen Arbeitnehmer ein schlimmes Ereignis. Das Fehlen der finanziellen Existenzgrundlage kann für ihn weitreichende Konsequenzen nach sich ziehen. Im Coaching brauchen die Klienten zuerst die Aufarbeitung mit den Erfahrungen. Coaching alleine reicht jedoch oftmals nicht, z.B. wenn die Kündigung ungerechtfertigt ist. In diesen Fällen sollte der Arbeitnehmer dringend einen Fachanwalt für Arbeitsrecht einschalten. Ein Fachanwalt kann in bestimmten Fällen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Kündigungsgründe

Da die Kündigung im Arbeitsrecht geregelt wird, sind dort auch die verschiedenen Arten von Kündigungen berücksichtigt. Es gibt Unterschiede zwischen betriebsbbedingten, verhaltensbedingten und personenbedingten Gründen für eine Kündigung, einen guten Überblick gibt das eBook-Arbeitsrecht unserer Gastautorin Marlene Keller.

Bei einem personenbedingten Kündigungsgrund können zum Beispiel langanhaltende Krankheiten oder eine Abhängigkeit von Drogen eine Rolle spielen. Fehlt ein Arbeitnehmer sehr oft an seinem Arbeitsplatz, ist das auf Dauer für einen Betrieb und seine Wirtschaftlichkeit unzumutbar. Handelt es sich dabei auch noch um unentschuldigte Fehlzeiten, verletzt der Arbeitnehmer damit seine Arbeitspflicht und es kann zur verhaltensbedingten Kündigung kommen. Diebstahl und andere Straftaten gegen Kollegen oder den Arbeitgeber gehören ebenfalls in diesen Bereich. Betriebsbedingte Kündigungsgründe werden in außerbetriebliche und innerbetriebliche Kündigungen unterteilt.

Möglichkeiten des Rechtsschutzes

Liegt die Kündigung vor, ist es verständlich, dass der Arbeitnehmer sich verteidigen möchte. Die erste sofortige Maßnahme ist ein ausdrücklicher Widerspruch. Ohne diesen hat der Arbeitnehmer später kaum eine Möglichkeit die Kündigung als unwirksam erklären zu lassen. Die Annahme einer angebotenen Abfindung kann sich ebenfalls negativ auswirken, wenn die Kündigung zu spät angefochten wird. Sehr hilfreich kann ein vorhandener Betriebsrat sein, um die Interessen des Arbeitnehmers zu vertreten.

Unter www.anwaltarbeitsrecht.com finden Sie weiterführende hilfreiche Informationen und Rechtsgrundlagen von Kündigungen.